34. Städteachter – Vier gewinnt! Halle gleicht historische Bilanz aus

Was für eine Serie: Unser Leistungsachter gewinnt auch die 34. Auflage des traditionellen Städteachters gegen Magdeburg. Es ist der vierte Hallesche Sieg in Folge. Damit ist die historische Bilanz ausgeglichen: Nach 34 Entscheidungen steht es 17:17.

Das Training hat sich ausgezahlt. Zum vierten Mal in Folge gewinnt der Leistungsachter des HRV Böllberg/Nelson den Städteachter gegen Magdeburg. Auf der Stromelbe am Mückenwirt setzte sich unsere Mannschaft gegen die Auswahl des SC Magdeburg durch und machte damit perfekt, was vor wenigen Jahren noch ziemlich weit entfernt schien: Halle hat Magdeburg in der Gesamtbilanz eingeholt. 17:17 heißt es nach der inzwischen 34. Entscheidung des traditionsreichen Vergleichs.

Für den HRV gingen Lea Schatz, Richard Schreiber, Christian Äthner, Anna Keller, Marleen Philipp, Alex Aderhold, Eric Mengebier und Luisa Herzig ins Rennen. An den Steuerseilen saß Ida Heinemann. Mit Christian Äthner saß dabei ein in dieser Saison auch international erfolgreicher Athlet im Boot. Bei der U23-WM 2026 gewann er im Männer-Doppelzweier Silber.

Von 13:17 auf 17:17

Der vierte Sieg in Folge ist mehr als die Fortsetzung einer Erfolgsserie. Nach dem 30. Städteachter 2022 führte Magdeburg in der Gesamtbilanz noch mit 17:13. Seitdem hat Halle den Leistungsachter nicht mehr verloren. Auf die Siege 2023, 2024 und 2025 folgte nun Erfolg Nummer vier.

Die Geschichte des Städteachters hatte 1991 mit einem Halleschen Sieg begonnen. Bis einschließlich 1995 blieb Halle ungeschlagen, ehe Magdeburg 1996 erstmals gewinnen konnte. Entstanden war der Vergleich aus der damaligen Konkurrenz der beiden Städte um den Titel der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts.

Glück gehabt bei den B-Junioren

Schon vor dem großen Finale gab es auf der Elbe einiges zu erleben.

Bei den B-Junioren musste sogar zweimal gestartet werden. Im ersten Rennen kam es zu einer gegenseitigen Berührung der Boote, das Rennen wurde abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt sah es eher danach aus, als würde Magdeburg das Rennen für sich entscheiden. Also Neustart – und eine zweite Chance für unsere Jungs.
Die nutzten sie. Noah Wiezoreck, Oskar Koch, Ole Erhard und Luis Werber gewannen den zweiten Anlauf, gesteuert wurde der Doppelvierer von Elias Lukowiak. Da darf man durchaus sagen: Glück gehabt – und die zweite Chance genutzt.

Auch die B-Juniorinnen sorgten für einen Halleschen Sieg. Liza Kund, Elise Schäffer, Mena Maier und Marie Ziegerahn setzten sich gegen die Magdeburgerinnen durch. An den Steuerseilen saß Elias Noah.

Starkes Achterdebüt unserer Frauen

Eine besondere Geschichte schrieb unser Frauenachter. Für die Halleschen Frauen war es tatsächlich das erste Achterrennen überhaupt. Als Gegnerinnen warteten die eingespielteren Mastersfrauen aus Magdeburg. Um die unterschiedlichen Voraussetzungen auszugleichen, bekam unser Boot beim Start eine Bootslänge Vorsprung. Und dann machten es die Frauen richtig spannend. Im Ziel lagen die erfahrenen Magdeburgerinnen gerade einmal eine Länge vor unserem Achter. Rechnet man den Startvorsprung hinzu, war das Hallesche Boot über die gesamte Strecke lediglich rund zwei Bootslängen langsamer als die geübten Magdeburger Mastersfrauen. Für ein Team bei seinem allerersten Rennen im Achter ein mehr als respektables Ergebnis.
Im Halleschen Boot saßen Anne Hartmann, Nadine Lahmer, Natalie Kooymann, Janin Eichhorn, Jana Kremer, Katarina Kasteinecke und Maria Seifert; eine Position war im Programmheft noch als N.N. ausgewiesen. Trainiert und gesteuert wurde das Boot von Miriam Stiewe.

Masters müssen sich geschlagen geben

Weniger erfolgreich verlief der Vergleich der Männer-Masters. Der Hallesche Achter musste sich diesmal den Magdeburgern geschlagen geben. Für Halle ruderten Florian Eichner, Mathias Rakete, Joshua Bathke, Erhard Günther, Philipp Naruhn, Robert Hartmann, Maik Rothe und Chris Hajek, gesteuert von Elias Lukowiak. Damit ging eines der traditionsreichsten Duelle des Nachmittags diesmal nach Magdeburg.

Duell der Universitäten

Beim Aufeinandertreffen der Der Universitätsachter der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) setzten sich die Magdeburger Studenten und Studentinnen durch. Die Athletinnen und Athleten im MLU Boot wurden durch den HRC besetzt und trainiert.

Und am Ende steht die 17

Der Höhepunkt folgte um 16.15 Uhr. Der Leistungsachter bildete traditionell den sportlichen Abschluss des Programms. Trainer Erhard Günther hatte vor dem Rennen gegenüber der MZ ein klares Ziel ausgegeben: Magdeburg in der historischen Bilanz endlich einzuholen.

Auftrag erfüllt. Vier Hallesche Siege in Folge haben aus einem 13:17 ein 17:17 gemacht.

Und damit bekommt der nächste Städteachter eine ganz besondere Bedeutung: Wer die 35. Entscheidung gewinnt, übernimmt die alleinige Führung in der ewigen Bilanz.

PS: Ein großer Dank geht an das Orga Team vom SCM um Thomas Pietsch und Lisa-Marie Reinhardt, den Ruderkammeraden von Altwerder Magdeburg für das zur Verfügung stellen des Geländes und allen Helfern in den beteiligten Vereinen.

Text: Christian Schreiber